Hexenschuss (Lumbago): Symptome und Behandlung

Ein plötzlicher, stechender Schmerz im Rücken – so beschreiben Betroffene häufig einen Hexenschuss. Ausgelöst wird er meist durch eine akute Verspannung der Muskeln. Weitere Bezeichnungen für den Zustand sind Lumbago oder Lumbalgie, was lediglich „Schmerz im unteren Rücken“ bedeutet. Welche Symptome sind zudem charakteristisch für einen Hexenschuss und wie sieht die Behandlung aus?

Interessantes zum Hexenschuss:

  • Vorsicht Verwechslungsgefahr: Oft wird die sogenannte Ischialgie (durch den Ischiasnerv verursachte Schmerzen) mit einem Hexenschuss verwechselt. Der Unterschied? Bei der Ischialgie strahlen die Schmerzen in die Beine aus, beim Hexenschuss ist der Schmerz im unteren Rücken lokalisiert.
  • Zwischen 74 und 85 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen.1 Dazu gehört auch der Hexenschuss.
  • Meistens gehen den Symptomen eines Hexenschusses ungünstige Bewegungen, wie falsches Bücken oder eine ruckartige Drehbewegung, voraus. Aber auch morgens beim Aufstehen kann die „Hexe“ schon einmal „schießen“.
  • Der Hexenschuss zählt zu den unspezifischen Rückenschmerzen, ihm liegt also meist keine schwere Schädigung oder Verletzung zugrunde.

Wie sehen die Symptome des Hexenschusses aus?

Die Ursache eines Hexenschusses ist eine Verkrampfung der Muskulatur im unteren Rücken. Da dort viele Nervenfasern liegen, wird diese Art der Muskelanspannung als sehr schmerzhaft empfunden. Viele Symptome kommen bei einem Hexenschuss in der Regel aber nicht vor. Die Beschwerden beschränken sich auf folgende Merkmale:

  • Ein bohrender, stechender oder ziehender Schmerz im unteren Rücken tritt plötzlich auf.
  • Meistens sind die Beschwerden auf eine Seite beschränkt und befinden sich zwischen Gesäß und Lendenbereich.
  • Aufgrund der Schmerzen nehmen Betroffene häufig eine Schonhaltung ein,
  • eine Bewegungseinschränkung kommt als zusätzliches Symptom dazu.

Die Symptome eines Hexenschusses sind im ersten Moment zwar unangenehm, lassen aber im Normalfall nach wenigen Tagen von allein wieder nach. Sie ziehen außerdem keine schweren Folgen nach sich.

Setzen Sie bei der Hexenschuss-Behandlung auf leichte Bewegung

Da der Hexenschuss und seine Symptome von selbst wieder vergehen, ist eigentlich keine medizinische Behandlung nötig. Ein Arztbesuch ist trotzdem ratsam, damit eine sichere Diagnose gestellt wird. Wichtig ist es dann, die Muskeln wieder zu mobilisieren und aktivieren, damit sich die Verkrampfung lösen kann. Wie Sie das machen? Am besten sind kurze Spaziergänge an der frischen Luft. Falls die Schmerzen dafür zu groß sind, eignet sich die Einnahme von leichten Schmerzmitteln.

Weiterhin sind Wärmeanwendungen für die Behandlung eines Hexenschusses sinnvoll. Sie fördern die Durchblutung in den Muskeln und bessern so die Beschwerden. Hierfür bieten sich die Wärme-Umschläge von doc® Therma an. Sie spenden bis zu acht Stunden wohltuende Wärme und sind praktisch in der Anwendung.

Hexenschuss-Behandlung im Akutfall: Stufenlagerung

Ihnen ist der Schmerz gerade ins Kreuz gefahren und Sie wollen ihn schnellstmöglich lindern? Testen Sie die Stufenlagerung aus, durch die eine Entlastung im unteren Rücken erreicht wird. Dabei legen Sie sich auf den Rücken und legen die Beine am besten im 90 Grad Winkel auf eine Erhöhung (zum Beispiel mehrere Kissen übereinander). Zur weiteren Unterstützung des Rückens können Sie ein zusammengerolltes Handtuch im Bereich der Lendenwirbelsäule unterlegen.

Lassen die Schmerzen nach zwei bis drei Tagen nicht nach oder verschlimmern sie sich, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Auch wenn Taubheits- oder Kribbelgefühle eintreten, ist es ratsam einen Spezialisten (Orthopäden) um Rat zu fragen. Dann besteht die Möglichkeit, dass die Symptome nicht auf einen Hexenschuss, sondern auf einen Bandscheibenvorfall hindeuten.