
Knieprellung: Schwellung, Schmerz und Hämatome
Eine Knieprellung (Kniekontusion) zählt zu den häufigsten Sportverletzungen bei Kontaktsportarten wie Fußball, Handball und Basketball. Wie Sie eine Prellung am Knie erkennen, behandeln und vorbeugen können, erfahren Sie hier.
Ursachen und Symptome einer Knieprellung
Ein dumpfer Schlag, ein kurzer Zusammenstoß oder aber auch ein Tritt beim Sport reicht oft schon aus und das Kniegelenk schwillt an und schmerzt – das Knie ist geprellt. Liegt eine Knieprellung ohne Gewebeschädigung vor, so führt dies meist zu einer geringfügigen Rötung, Schwellung und leichteren Schmerzen, die üblicherweise nicht von langer Dauer sind.
Mögliche Symptome einer Prellung am Knie mit Gewebeschädigung sind hingegen folgende:
- Schmerz sowohl im Ruhe- als auch im Bewegungszustand
- Hämatombildung (Bluterguss)
- Rötung
- Entzündung der betroffenen Stelle
Diese Symptome sind oftmals äußerst schmerzhaft, jedoch zieht eine Knieprellung in der Regel keine weiteren Folgen mit sich.
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Behandlung einer Knieprellung mithilfe der PECH-Regel
Eine zügige Erstversorgung einer Prellung am Knie verhindert oft schon Schlimmeres. So kann die sogenannte PECH-Regel dabei helfen, den Austritt von Blut und Lymphe (Flüssigkeit innerhalb der Lymphgefäße) in das Kniegelenk und somit die Schwellung als auch Schmerzen zu minimieren:
- Pause: Damit das Knie keiner zusätzlichen Belastung ausgesetzt ist, sollten Sie umgehend eine Pause einlegen.
- Eis: Kühlen Sie die Prellung etwa eine Viertel bis halbe Stunde lang mit Eis. Hierfür eignen sich Kühlpads oder Eispackungen, die Sie eingeschlagen in ein Tuch auf die betroffene Stelle auflegen. Die Kälte lindert den Schmerz, die Blutgefäße ziehen sich zusammen, weniger Blut und Lymphe treten aus und somit verringert sich die Schwellung.
- Kompression (englisch: „compression“): Legen Sie einen Druckverband um die schmerzende Knieprellung. Jedoch sollte dieser nicht zu fest angelegt sein, um einen Blutstau zu verhindern.
- Hochlagerung: Auch das Hochlagern des geprellten Knies hilft beim Abtransport der ausgetretenen Flüssigkeit aus Blut- und Lymphgefäßen.
Sind die Sofortmaßnahmen nicht ausreichend, können Schmerzgele zur Linderung der Beschwerden bei einer Knieprellung beitragen. Dafür eignen sich zum Beispiel Gele auf Basis der Wirkstoffe der Arnikablüte. Diese zeichnet sich durch ihre abschwellenden und entzündungshemmenden Eigenschaften aus.
Hausmittel bei einer Knieprellung
Folgende Hausmittel können zudem den Heilungsprozess begünstigen:
- Ein Quarkwickel hat eine angenehme kühlende und leicht entzündungshemmende Wirkung. Hierzu den Quark fingerdick auf ein Tuch streichen, dieses einmal falten und solange auf das geprellte Knie legen, bis der Quark fest ist.
- Das Einreiben mit Franzbranntwein (zu kaufen in der Apotheke oder Drogerie) kühlt aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle und des Alkohols und lindert zugleich den Schmerz der Knieprellung. Reiben Sie diesen ganz einfach mehrmals täglich mit den Händen auf die betroffene Stelle.
Wichtig: Eine Massage am geprellten Knie ist nicht empfehlenswert, da so die Flüssigkeit nicht abfließt und es zu einer Abkapselung und Verkalkung des Blutergusses kommen kann.
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Knieprellung – wann zum Arzt?
In der Regel tritt innerhalb weniger Tage die Wiederherstellung der Gelenkfunktion und die Besserung der Symptome ein. Ist dies nicht der Fall, sollte ein Arzt größere innere Verletzungen des Kniegelenks ausschließen.
Beobachten Sie
- eine starke Schwellung
- einen sehr großen Bluterguss
- eine starke Einschränkung der Beweglichkeit des Kniegelenks
- eine deutliche Zunahme der Schmerzen
- Deformierungen oder vermuten Sie
- einen Knochenbruch
so zögern Sie nicht, zeitnah einen Arzt aufzusuchen.
Knieprellung vorbeugen – Tipps zur Prävention beim Sport
Es gibt einige Tipps mit denen Sie einer Prellung – einer der häufigsten Sportverletzungen überhaupt – vorbeugen können. Achten Sie zum Beispiel neben gezieltem Muskelaufbau auch auf richtiges Aufwärmen und Dehnen. Das bringt Kreislauf und Durchblutung in Schwung, was wiederum Muskeln und Gelenke geschmeidiger macht und das Verletzungsrisiko senken lässt.
Das richtige Equipment wie geeignete Sportschuhe, Gelenkschoner oder Protektoren vermindert das Risiko einer Knieprellung ebenfalls. Sie sollten zudem Ihre eigenen Grenzen kennen und vor allem bei Ballsportarten mit Gegnerkontakt auf sportliches und faires Verhalten achten.
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